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Regeln und Rituale

Baut Kindern eine aus Orten, Zeiten und Ritualen bestehende Welt;
diese bezeichnete Welt wird sie die ersten Wichtigkeiten lehren.
Maria Montessori

 

Wir sind uns dessen bewusst, dass die Grundschule neben dem Elternhaus der bedeutsamste Lebens- und Lernort für die etwa sechs- bis zehnjährigen Kinder ist. An unserer Schule erfahren die Kinder Geborgenheit und Sicherheit und erhalten die ihren Möglichkeiten entsprechenden Lern- und Entwicklungschancen.

Feststehende Rituale erleichtern ihnen den Schulanfang und begleiten sie während ihrer Grundschulzeit bis zum Abschied und Übergang auf die weiterführenden Schulen. Regeln und Rituale sind eine notwendige Voraussetzung für ein erfolgreiches Zusammenleben und –arbeiten in der Gemeinschaft. Zu ihrer Orientierung sind Kinder auf Regeln und Rituale angewiesen. Sie geben Halt, erleichtern das Miteinander-Leben und -Lernen und fördern die Selbstständigkeit. Regeln und Rituale helfen Kindern wie Erwachsenen, Sicherheit und Orientierung zu finden, sich zu freuen und wohlzufühlen. Sie ordnen und gestalten den Unterrichtsalltag sowie das Miteinander und bieten auf diese Weise den Kindern und auch den Lehrerinnen/Lehrern ein hohes Maß an Verlässlichkeit.

Klare und positive Regeln helfen allen. Je offener Unterricht und Schulleben gestaltet werden, umso wichtiger ist es, den Kindern Sicherheit durch einen festen Rahmen zu geben, auf den sie sich verlassen können. Regeln setzen Grenzen, vermitteln aber innerhalb dieser Grenzen Klarheit und Zuverlässigkeit. Für die Umsetzung von Regeln ist es wichtig, dass diese transparent und die Kinder an der Auswahl und Ausgestaltung beteiligt sind, um ihren Sinn nachvollziehen zu können. Dies geschieht im Klassenrat bzw. im Schulparlament.

Zu folgenden Bereichen gibt es bei uns Regeln:

  • Klassensprecherwahl
  • Klassenrat
  • Gesprächsregeln / Meldekette
  • •Rückmeldung bei Präsentationen
  • Verhalten während der Freiarbeit
  • Umgang mit Materialien
  • Dienste
  • Tragen von Hausschuhen
  • Ausleihen von Pausenspielzeug
  • Helfersystem

Rituale leben davon, dass sich Kinder und Erwachsene daran beteiligen können. Ein Kind kennt Rituale seit Beginn seines Lebens. Immer wiederkehrende Situationen geben ihm das Gefühl, sicher und verwurzelt zu sein. In einer Atmosphäre, die von Wärme, Zuneigung, Geborgenheit und Vertrauen geprägt ist, lassen sich deshalb in der Schule Lernprozesse leichter in Gang setzen. Regelmäßig wiederkehrende Strukturelemente gliedern den Schulvormittag und machen ihn für die Kinder überschaubar. Unsere Rituale entlasten den Unterricht und rhythmisieren den Tages-, Wochen- und Jahresablauf. Sie stiften Traditionen in der Klasse und schaffen so eine persönliche Atmosphäre zwischen den Kindern und den Lehrerinnen und Lehrern.
Ähnliche Funktion haben innerhalb unseres Schullebens im Laufe des Schuljahres wiederkehrende Feste und besondere Ereignisse.

Feste und Feiern, auch unter Einbeziehung der Eltern, sind bedeutsame Bestandteile des Schullebens. Sie finden sowohl innerhalb der einzelnen Klassen als auch mit der ganzen Schulgemeinde statt.

Wichtige Elemente in einem lebendigen Schulleben sind für uns:

  • der offene Schulbeginn
  • offene Klassentüren
  • Unterrichtssequenzen ohne Gong
  • bewegte Pause (Pausenwagen mit Spielgeräten, der von Viertklässlern betreut wird)
  • gemeinsames Frühstück in den Klassen
  • Klassenausflüge, Klassenfahrten
  • Lesenacht
  • Schulfeste
  • Feste im Jahreskreis
  • Drachensteigen am Unterbacher See
  • St. Martinsfeier mit Spendenaktion für das Kinderhospiz Regenbogenland
  • offenes Adventssingen
  • Kinderkarneval
  • gemeinsames Osterpicknick in der Aula
  • Einschulungs-/Abschiedsfeier
  • Theaterbesuch in der Vorweihnachtszeit
  • Ehrung von besonderen Leistungen (z.B. Jan-Wellem-Pokal, Känguru-und andere Wettbewerbe)
  • Sportfest
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